was ist mehr_wert?

Ausstellungszeit 23.10.-14.12.2018

Zehn Masterstudierende der Europäischen Ethnologie / Volkskunde haben im Rahmen des zweisemestrigen Lehrforschungsprojektes „Ich und Du. Neue (?) Formen des Zwischenmenschlichen“ die Ausstellung „was ist mehr_wert?“ konzipiert, die vom 22.10.2018 bis zum 14.12.2018 in der Universitätsbibliothek der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel präsentiert wird.

was ist mehr_wert?Inhaltlich von zentraler Bedeutung ist bei dieser Ausstellung die Kritik, die sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart an der Kommerzialisierung der Kieler Woche geübt wurde bzw. wird. Als Gegenbewegungen und Alternativen zur Kieler Woche traten vor allem die historische „Kieler Herbstwoche“ – die Ausstellung in der Universitätsbibliothek kann als symbolische Fortführung dieser verstanden werden – und der MUDDI-Markt ins Forschungsinteresse. Folglich basieren die Inhalte der Ausstellung einerseits auf den Ergebnissen archivarischer Recherchen zu Gegenbewegungen und Kritik an der Kieler Woche, andererseits auf der Beforschung des MUDDI-Marktes. In der historischen Auseinandersetzung zeigte sich, dass die Kritik an der Kieler Woche so alt ist wie die Kieler Woche selbst. Zentrum der Kritik war und ist jedoch selten die Gestaltung des „Volksfestes“ an sich, sondern die Werte, die mit seiner Inszenierung transportiert wurden bzw. werden sollten. Aufgrund dieser unterschiedlichen Wertvorstellungen entsteht eine Distanz zwischen der herkömmlichen Kieler Woche und den Alternativveranstaltungen der Vergangenheit und Gegenwart. So wurde vor allem den Fragen nachgegangen, welchen Motivationen diese Gegenbewegungen unterliegen und welche übergeordneten Ziele verfolgt werden. So zeigt die Ausstellung zum einen auf, mit welchen Werten diese Gegenbewegungen korrespondier(t)en, zum anderen animiert sie die Besucher*innen dazu, je eigene Werte zu reflektieren.

Mitwirkende Laura Brammsen, Josefine Falkenberg, Indre Guzoviciute, Charlott Hannig, Marilen Johns, Hannes Nitsche, Lea Peter, Sina Röpke, Mareike Runge, Sarina Ulrich

Eröffnung 22.10., 19 Uhr