Handgeschöpftes Papier und worauf man sonst noch schrieb

Ausstellungszeit 05.05. - 30.06.2004
    
PapierPapier ist mit unserer Kultur untrennbar verknüpft; es ist allgegenwärtig. Es dient als Zahlungsmittel, begleitet uns als Reisepass, fliegt als Drachen, isoliert einen Kondensator, dient als Verpackungsmaterial, Unterwäsche oder Furnierersatz, trotzt als gelackter Regenschirm einem Monsunregen, hat als Windel, Toilettenpapier oder Taschentuch spezielle Funktionen. Papier lässt sich beschreiben, bedrucken oder bemalen, gibt uns Informationen und bewahrt Tradition, und wenn es sein muss, kann man es als Fidibus verbrennen oder recyclen.

Die Ausstellung des Galilei-Gymnasiums Hamm/Westf. erwuchs aus dem Unterricht mehrerer Chemie-Differenzierungskurse einer 9./10. Jahrgangsstufe mit dem Fach "Chemie und Geschichte". Sie befasst sich aber nicht nur mit der Herstellung handgeschöpften Papiers in Deutschland, Nepal, China und Japan, sondern auch mit anderen Beschreibstoffen, wie z. B. Holz, Pergament, Papyrus, Stoff, Rinde, Ton (Keilschrifttontafel) und Palmblättern, wobei jeweils die chemischen und kulturhistorischen Aspekte betont werden.

Aber auch moderne Probleme, wie z. B. "Saures Papier" und die "anspruchsvollste Papierrestaurierung", die "Papierspaltung", werden mit Unterrichtsergebnissen der Schülerinnen und Schüler belegt.

Zahlreiche handgeschöpfte Papiere aus aller Welt sowie Pflanzen, aus denen Papier hergestellt werden kann, lockern die Ausstellung auf.

Eine Ausstellung des Galilei-Gymnasiums Hamm/Westf., zusammengestellt von Dr. Martin Börnchen