Fachinformationsdienst Nordeuropa

FID Nordeuropa

Zu Beginn des Jahres 2016 hat der Fachinformationsdienst Nordeuropa (FID) als Teil des bundesweiten Förderprogramms Fachinformationsdienste für die Wissenschaft der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) das bisherige Sondersammelgebiet Skandinavien (SSG) an der Universitätsbibliothek Kiel abgelöst. Der FID Nordeuropa sammelt wissenschaftlich relevante Literatur zu Dänemark, Norwegen (mit Spitzbergen), Schweden, Grönland, Island, den Färöern sowie Finnland (über den FID Finnisch-ugrische / uralische Sprachen, Literaturen und Kulturen der Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen)Das darüber hinausgehende Rechercheportal des FID ist die Virtuelle Fachbibliothek Nordeuropa vifanord.

Dahingehende Anfragen sowie allgemeine Recherchefragen zum Fachbereich Nordeuropa können an Dr. Ruth Sindt gerichtet werden.

Gerne nimmt der FID auch Anschaffungsvorschläge entgegen. Senden Sie hierfür bitte möglichst ausführliche Titeldaten per E-Mail.

Onlineabfrage für Neuanschaffungen des FID Nordeuropa

Das Profil des Fachinformationsdienstes Nordeuropa

Zum Fachinformationsdienst Nordeuropa gehören die Länder

  • Dänemark
  • Norwegen mit Spitzbergen
  • Schweden
  • Färöer
  • Grönland
  • Island
  • Finnland (Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen)

Es wird Literatur zu folgenden Sachgebieten gesammelt

  • Sprache, Literatur und Volkskunde
  • Geschichte einschl. Sozialgeschichte und Wirtschaftsgeschichte sowie Vor- und Frühgeschichte
  • Politik, Verfassung, Verwaltung
  • Veröffentlichungen über Parteien, Gewerkschaften und ähnliche Verbände sowie Anthropogeographie und Länderkunde

Hierzu gehört auch die Literatur zu den Bereichen

  • Samen (ausgenommen Sprache, Literatur und Volkskunde) und Germanisch-nordische Religion

Kurze Geschichte des Fachinformationsdienstes

Die historisch gewachsenen engen Beziehungen zu den nordischen Ländern haben die Bestandsgeschichte der Universitätsbibliothek Kiel nachhaltig beeinflusst. Nach der 1773 erfolgten Anbindung des gottorfischen Anteils des Herzogtums Holstein an Dänemark profitierte die Bibliothek durch Dublettenabgaben der Königlichen Bibliothek in Kopenhagen und nicht zuletzt durch zahlreiche Geldgeschenke des Königs. 1811, im Jahr der Berufung des ersten außerordentlichen Professors für dänische Philologie, des Dichters Jens Baggesen (1764-1826), wurden erstmals Sondermittel für die Beschaffung dänischer Bücher bewilligt.

Erste ordentliche Professur für Theodor Möbius

Die erste ordentliche Professur für nordische Philologie wurde 1865 mit Theodor Möbius (1821-1890) besetzt. Ihm verdankt die Bibliothek einen Grundstock von ca. 1100 Bänden ihrer vor dem Zweiten Weltkrieg sehr bedeutenden Sammlung an Islandica.

Im Rahmen der ab 1910 geltenden Erwerbungsabsprachen der preußischen Universitätsbibliotheken hatte Kiel den Bereich "Nordische Philologie" übernommen und gehörte neben Göttingen, Bonn, Breslau und Königsberg zu den fünf ersten Bibliotheken, denen klar umrissene Sammelaufgaben zugewiesen wurden. Nach der Gründung der Notgemeinschaft der Deutschen Wissenschaft 1920 wurde der Sammelauftrag Kiels als nordischer "Kulturkreis" definiert.

Nach dem Zweiten Weltkrieg

Im Zweiten Weltkrieg fielen 250.000 Bände - die Hälfte des Gesamtbestandes der Bibliothek - den Bomben zum Opfer, darunter auch etwa 30 Prozent des Bestandes an Islandica (vgl. hierzu die bis 1942/1944 vorhandenen 5478 Titel in dem 1931 erschienenen Islandkatalog von Olaf Klose). Die Kontakte der Bibliothek mit den nordischen Ländern erleichterten die Wiederaufnahme der Sammeltätigkeit und die nach den Kriegsverlusten notwendigen Ergänzungen des Altbestandes. Im Rahmen des Sondersammelgebietsplans der Deutschen Forschungsgemeinschaft wurde der UB Kiel die Pflege des Gebietes 7,22 Skandinavien übertragen. Entgegen aller Tradition wurde 1949 der Teilbereich Schweden aus dem Plan herausgenommen und der SUB Hamburg zugewiesen. 1963 konnte der ursprüngliche Zustand wieder hergestellt werden.

Im Rahmen des bundesweiten Förderprogramms „Fachinformationsdienste für die Wissenschaft“ wurde das SSG im Jahr 2016 durch den Fachinformationsdienst Nordeuropa (FID) abgelöst, der Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen in Deutschland zukünftig einen weitgehend standortunabhängigen Zugriff auf Literatur und Onlineressourcen zum Raum Nordeuropa ermöglicht. Zu diesem Zweck wird nicht nur der umfangreiche Bestand des SSG weitergeführt, sondern der Fokus vermehrt auch auf die Erschließung von online verfügbaren Datenbanken, Zeitschriften, Volltexten und anderen digitalen Ressourcen gelegt.

170.000 Bände und ein wachsender Bestand an Onlinezeitschriften

Der Bestand des FID Nordeuropa umfasst zurzeit ca. 170.000 Bände, und er wächst jährlich um ca. 3.000 weitere Bände. Hinzu kommen ca. 700 laufend gehaltene Printzeitschriften und Jahrbücher sowie ein ständig wachsender Bestand an Onlinezeitschriften, die in der Elektronischen Zeitschriftenbibliothek EZB nachgewiesen werden. Seit 2006 werden darüber hinaus online frei zugängliche Volltexte nach wissenschaftlichen Kriterien gesammelt und katalogisiert. Zusätzlich pflegt der FID ca. 500 Datenbanken in einem eigenen Abschnitt im Datenbank-Infosystem DBIS, zu denen jährlich ca. 200 Datenbanken hinzutreten.

Weitere Informationen bietet der Podcast: Das Sondersammelgebiet Skandinavien an der Universitätsbibliothek Kiel anlässlich des 350-jährigen Universitätsjubiläums, in dessen Rahmen auch die Ausstellung  Von Fanø bis zur Nordkalotte präsentiert wurde.

Nordeuropa-Beitrag des FID im Clio Guide

Für den im Rahmen des Portals der Geschichtswissenschaften "Clio-online" herausgegebenen Clio Guide (Handbuch für die digitalen Ressourcen für die Geschichtswissenschaften) hat das Team des FID Nordeuropa den Beitrag zu Nordeuropa verfasst.

Thematisch verwandte FIDs und Sammelschwerpunkte

Registrierung für Zugriff auf Datenbanken

Im Rahmen des FID Nordeuropa wird Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus dem Bereich der Nordeuropaforschung unabhängig von ihrem Standort Zugriff auf lizenzierte Daten ermöglicht. Die ersten Angebote liegen bereits vor, weitere Lizenzverhandlungen werden laufend geführt.

Für den Zugriff auf zugangsbeschränkte Datenquellen ist eine persönliche Basisregistrierung und gleichzeitige Anerkennung der Benutzungsbedingungen für FID-Lizenzen notwendig.

Das Angebot richtet sich ausschließlich an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler; die UB Kiel behält sich daher vor, Registrierungsanträge abzulehnen.

Achtung: Für einzelne Materialien gelten besondere Nutzungsbedingungen. Informationen hierzu sind bei den einzelnen Angeboten hinterlegt.

Zeitungen

Für den Zugriff auf die im Folgenden aufgeführten zugangsbeschränkten Zeitungen und Zeitungsarchive ist eine persönliche Basisregistrierung und gleichzeitige Anerkennung der Benutzungsbedingungen für FID-Lizenzen notwendig. Senden Sie uns bitte per Post für die persönliche Basisregistrierung das ausgefüllte und unterschriebene Anmeldeformular (pdf) zu.

 

Angebot

Aftenposten

Die aktuelle Online-Ausgabe der norwegischen Tageszeitung "Aftenposten".

OBS! Bitte laden Sie das Browserfenster einmal neu, falls die Artikel nicht vollständig angezeigt werden. Wir arbeiten zurzeit an der Behebung des Problems.

 

Aftenposten Arkiv

Beinhaltet zusätzlich das Archiv von "Aftenposten".

 

Dagens Nyheter

Die aktuelle Online-Ausgabe der schwedischen Tageszeitung "Dagens Nyheter". Der Zugriff beinhaltet auch das Archiv.

OBS! Kurzzeitig ist kein Zugriff möglich! Wir arbeiten zurzeit an der Behebung des Problems.
 

Politiken - E-Paper

E-Ausgabe der Printversion der dänischen Tageszeitung "Politiken". Der Zugriff beinhaltet auch das Archiv.

 

Politiken - Website

Die aktuelle Online-Ausgabe der dänischen Tageszeitung "Politiken". Hier ist der Zugriff auf den Volltext aller Artikel enthalten. Mit "For Abonnenter" gekennzeichnete Artikel sind ohne weitere Anmeldung zugänglich.

Datenbanken (Zeitschriften, Aufsätze)

Für den Zugriff auf die im Folgenden aufgeführten zugangsbeschränkten Zeitungen und Zeitungsarchive ist eine persönliche Basisregistrierung und gleichzeitige Anerkennung der Benutzungsbedingungen für FID-Lizenzen notwendig. Senden Sie uns bitte per Post für die persönliche Basisregistrierung das ausgefüllte und unterschriebene Anmeldeformular (pdf) zu.

 

Artikelsök

Artikeldatenbank. Verzeichnet alle Artikel von fünf schwedischen Tageszeitungen und 276 Zeitschriften. Die Berechtigung umfasst den Zugriff auf die dahinterliegende Volltextdatenbank.

Idunn

Artikeldatenbank für norwegische und nordische Zeitschriften. Die Berechtigung umfasst den Zugriff auf die Volltexte.

Mediearkivet

Artikeldatenbank, Zeitungs- und Zeitschriftenaufsätze aus dänischen Tageszeitungen und Journalen. Die Berechtigung beinhaltet den Zugriff auf die Volltexte.

OBS! Mediearkivet wurde zunächst bis 30.6.2018 freigeschaltet. Eine erneute Freischaltung wird bei entsprechendem Interesse erwogen. Interessenten, die bisher nicht für Mediearkivet freigeschaltet waren, werden gebeten, sich unter fid_registrierung@ub.uni-kiel.de zu melden.

Bokhylla

Bokhylla umfasst den Zugriff auf die digitalisierten Bücher aus dem norwegischen Digitalisierungsprojekt "Primärliteratur" unter Ausschluss der jeweils letzten drei Jahre ("Moving wall").

Interessenten melden sich bitte formlos unter fid_registrierung@ub.uni-kiel.de per E-Mail beim FID an.

Sprachkorpora aus dem hzsk

Hamburger Zentrum für Sprachkorpora 

Für den Zugriff auf die im Folgenden aufgeführten zugangsbeschränkten Sprachkorpora muss zusätzlich zu der persönlichen Basisregistrierung ein Nutzerantrag gestellt werden.

Senden Sie uns bitte folgende Formulare ausgefüllt und unterschrieben per Post zu:

  • das Anmeldeformular (pdf) für die persönliche Basisregistrierung (gleichzeitige Anerkennung der Benutzungsbedingungen für FID-Lizenzen)
  • den für den entsprechenden Sprachkorpus hinterlegten Nutzungsantrag (pdf)

 

Angebot Nutzungsbedingungen Nutzungsantrag
FADAC-DAN Hamburg

Faroese Danish Corpus Hamburg, Danish subcorpus

Audioaufnahmen von halbstrukturierten Interviews auf Färöisch und Dänisch mit bilingualen Sprechern (Alter 16-89) aus verschiedenen Regionen der Färöer-Inseln. Bei 37 der 56 Probanden gibt es Aufnahmen sowohl in ihrer L1 Färöisch als auch ihrer L2 Dänisch.

Es stehen nur die dänischen Daten zur Verfügung.

QUA Nutzungsantrag FADAC-DAN Hamburg
FADAC Hamburg

Faroese Danish Corpus Hamburg

Audioaufnahmen von halbstrukturierten Interviews auf Färöisch und Dänisch mit bilingualen Sprechern (Alter 16-89) aus verschiedenen Regionen der Färöer-Inseln. Bei 37 der 56 Probanden gibt es Aufnahmen sowohl in ihrer L1 Färöisch als auch ihrer L2 Dänisch.

QUA-part Nutzungsantrag FADAC Hamburg
HaCOSSA

Hamburg Corpus of Old Swedish with Syntactic Annotations

Religiöse (biblische, liturgische, literarische Texte) und weltliche Prosa (literarische Texte), Rechtstexte auf Altschwedisch.

AKA Nutzungsantrag HaCOSSA
SkandSemikoÖresund

Scandinavian Semicommunication in the Öresund Region

Zweisprachige Radioaufnahmen von Sprechern einer skandinavischen Sprache, die in ihren jeweiligen Muttersprachen interagieren. Die meisten Sprecher sind Muttersprachler des Dänischen oder Schwedischen mit unterschiedlicher rezeptiver Kompetenz in den jeweils anderen Sprachen und leben in der Öresundregion.

AKA Nutzungsantrag SkandSemikoOresund
SkandSemikoRadio

Scandinavian Semicommunication in Radio Programmes

Zweisprachige Radioaufnahmen von Sprechern einer skandinavischen Sprache, die in ihren jeweiligen Muttersprachen interagieren. Die Sprecher sind Muttersprachler des Dänischen, Schwedischen oder Norwegischen mit unterschiedlicher rezeptiver Kompetenz in den jeweils anderen Sprachen.

AKA Nutzungsantrag SkandSemikoRadio

Digitisation on Demand (DoD)

In Zusammenarbeit mit dem schwedischen Literaturportal Litteraturbanken und der Universitätsbibliothek Göteborg bieten wir die Möglichkeit, Digitalisierungswünsche für urheberrechtsfreie Bücher umzusetzen, auch wenn diese nicht im Bestand der UB Kiel vorhanden sind. Zunächst wird dieser Service für schwedische Bücher bestehen, Anfragen für dänische und norwegische Bücher werden aber auch entgegengenommen und wenn möglich umgesetzt.

Wenn Sie einen Digitalisierungswunsch haben, benutzen Sie bitte unser Formular.

Forschungsapparat in der Fernleihe

Der Forschungsapparat in der Fernleihe ermöglicht die Entleihung von Büchern aus dem Bereich des FID Nordeuropa an wissenschaftliche Einrichtungen in Deutschland. Diese Form der Fernleihe steht allen wissenschaftlichen Instituten offen, die fachlich dem FID Nordeuropa zugeordnet werden können und ist auf die Dauer von sechs Monaten begrenzt. Leihgeber ist in allen Fällen die Universitätsbibliothek Kiel, Entleiher das jeweilige Forschungsinstitut.

Der FID Nordeuropa nimmt Anträge für Forschungsapparate von allen Einrichtungen mit inhaltlichem Schwerpunkt in der Nordeuropaforschung entgegen. Ein solcher Antrag wird durch die Leitung der jeweiligen wissenschaftlichen Einrichtung an den FID Nordeuropa gerichtet. Alle wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die nach der einmaligen Registrierung der Institution eine Liste mit gewünschten Buchtiteln an den FID verschicken möchten, müssen darin namentlich aufgeführt werden.

Inhaltlich ist dieses Angebot auf die Forschungsliteratur zu Nordeuropa beschränkt; Grundbedarfsliteratur steht wie bisher nur zur gewöhnlichen Fernleihe zur Verfügung.

Für die Registrierung eines Forschungsapparates in der Fernleihe füllen Sie bitte das Anmeldeformular (PDF) aus und senden es an E-Mail.

Projekte des FID

Im Folgenden finden Sie eine Auflistung der Projekte, mit denen sich der FID Nordeuropa
aktuell beschäftigt. Hauptsächlich betreffen sie den Ausbau des Serviceangebots für Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen im Bereich der Nordeuropaforschung. Das erweiterte Angebot wird nach Abschluss der jeweiligen Projekte auf unserer Homepage bzw. über die "vifanord" zur Verfügung stehen.

Das technische Kernprojekt des FID Nordeuropa liegt in der Umstellung des Suchsystems der vifanord von einer Metasuche, die nach einer Suchanfrage immer neu Daten aus den einzelnen Datenbankausschnitten (Katalogen) abruft, zu einem indexbasierten Suchsystem (Discoverysystem), in dem die Trefferdaten bei uns vorgehalten werden. Der gesamte Umstellungsprozess, an dessen Ende auch die Oberfläche der vifanord erneuert sein wird, ist äußerst komplex und wird die gesamte Projektphase in Anspruch nehmen. Am Ende sollte nicht nur die Datenauswahl erheblich erweitert (auch aus Island, Grönland und von den Färöern werden Katalogausschnitte eingebunden), sondern auch der direkte Zugriff auf viele Volltexte deutlich verbessert sein.

 

Der FID Nordeuropa beteiligt sich außerdem an mehreren kleinen Projekten im Bereich der Zugänglichmachung und Langzeitarchivierung von Forschungsdaten. In diesem Zusammenhang ist gemeinsam mit Prof. Karin Hoff (Skandinavisches Seminar, Göttingen) ein eigenes Projekt zur Erschließung des Nachlasses des dänischen Dichters Jens Baggesen in Planung.
 

Inzwischen umgesetzt:

Freischaltung des Proxyservers, der es uns ermöglicht, einzelnen Personen unabhängig von ihrem Standort Zugriff auf lizenzierte Daten zu ermöglichen; zeitgleich haben bereits Verhandlungen mit Verlagen und anderen Anbietern begonnen, um solche Quellen gezielt einzelnen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus der Nordeuropaforschung zugänglich zu machen.

 

Gemeinsam mit Litteraturbanken werden wir die Digitisation on Demand (DoD) auf den Weg bringen. Konkret beinhaltet dies, dass bei uns Digitalisierungswünsche – zunächst nur für urheberrechtsfreie Texte – abgegeben werden können. In vielen Fällen wird die Digitalisierung dann nicht bei uns, sondern im Rahmen von Litteraturbanken durch die UB Göteborg vorgenommen werden. Die anschließende Bearbeitung der Metadaten (v.a. Strukturdaten) übernimmt dann die UB Kiel. Die Daten sind dann über die gewohnten Nachweissysteme (natürlich auch die vifanord) frei zugänglich.

Ein großer Vorteil dieses Systems ist, dass wir über die UB Göteborg auf den gesamten Fernleihbestand aller schwedischen Bibliotheken Zugriff haben und so unabhängig von unserem Bestand die meisten Digitalisierungswünsche erfüllen können.

Zusammen mit dem Hamburger Zentrum für Sprachkorpora und Prof. Steffen Höder (ISFAS der Universität Kiel) sind in einem Pilotprojekt in proprietären Formaten vorliegende skandinavische Sprachkorpora aufbereitet und zugänglich gemacht worden.

Kongresse zur Nordeuropaforschung

In Rücksprache mit dem Fachverband Skandinavistik führt der FID Nordeuropa für den Bereich Nordeuropaforschung einen Kongresskalender, in dem wichtige fachlich relevante Tagungen nachgewiesen werden.