Christian-Albrechts-Universität zu Kiel Universitätsbibliothek


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Das Bibliothekssystem der Universität Kiel

Struktur der Universitätsbibliothek Kiel

Die Universitätsbibliothek Kiel ist eine Zentrale Einrichtung der Christian-Albrechts-Universität Kiel. Sie besteht aus der Zentralbibliothek mit drei Abteilungen und 43 Fachbibliotheken, die den Instituten zugeordnet sind.

Die Universitätsbibliothek dient der Versorgung der Universitätsmitglieder mit wissenschaftlicher Literatur. Die Zentralbibliothek stellt daher ihren Buch- und Zeitschriftenbestand in erster Linie den Mitgliedern der Universität zur Verfügung, steht jedoch auch allen Bewohnerinnen und Bewohnern Schleswig-Holsteins zur Nutzung offen. Die Fachbibliotheken stehen neben den Angehörigen ihrer Universitätseinrichtung auch allen anderen Mitgliedern der Universität Kiel zur Verfügung, sofern die Zentralbibliothek die gesuchte Literatur nicht besitzt. Andere Personen haben ein Benutzungsrecht nur dann, wenn es ihnen durch die Benutzungsordnung der betreffenden Fachbibliothek ausdrücklich eingeräumt ist.

Funktionen der Universitätsbibliothek

Zwischen der Zentralbibliothek und den Fachbibliotheken sind die Aufgaben aufgeteilt. Die Zentralbibliothek ist die Ausleih- und Archivbibliothek der Universität und dient zugleich als Koordinierungszentrale für die Fachbibliotheken sowie als Zentralstelle für Besorgungen im Fernleihverkehr. Die Fachbibliotheken haben demgegenüber Präsenzcharakter und dienen in erster Linie den Fakultätseinrichtungen (Instituten und Seminaren) der Universität, denen sie einzeln oder mehreren von ihnen gemeinsam zugeordnet sind ("Teilbibliotheken").

Ein Verzeichnis der Fachbibliotheken der CAU finden Sie hier.

Für die Mitglieder der Universität bedeutsam sind neben der Universitätsbibliothek weitere Bibliotheken von Einrichtungen an der Universität, darunter die Deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften und die Bibliothek des GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel.

Buchbestand der Universitätsbibliothek

Die Universitätsbibliothek verfügt Ende 2015 über einen Gesamtbestand von ca. 4,7 Mio. Bänden. Gut die Hälfte davon (rund 2,5 Mio. Bände) steht in den Abteilungen der Zentralbibliothek. Die Universitätsbibliothek hält rund 5.460 Zeitschriften in gedruckter Form. Darüber hinaus besteht Zugang zu rund 34.300 elektronischen Zeitschriften.

Als wissenschaftliche Allgemeinbibliothek hat die Zentralbibliothek Buchbestände aus fast allen Fachgebieten, wenn auch mit besonderen Schwerpunkten. Aus der geschichtlichen Verbindung Schleswig-Holsteins mit Dänemark ist zu erklären, dass größere skandinavische Buchbestände vorhanden sind. Trotz aller Kriegsverluste wies ihr deshalb die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) nach dem Zweiten Weltkrieg das Sondersammelgebiet "Geschichte, Sprachen und Literaturen der Nordischen Staaten zu. Seit Anfang 2016 wird dieses Sondersammelgebiet in der neuen Form eines wiederum von der DFG gefördertern "Fachinformationsdienstes Nordeuropa" fortgeführt.


Die Buchbestände in der Zentralbibliothek und in den Fachbibliotheken ergänzen einander. Über laufend zu haltende Zeitschriften, den Kauf teurer Einzelwerke und spezieller Literatur wird einvernehmlich entschieden, um die finanziellen Möglichkeiten der Universitätsbibliothek bestmöglich auszuschöpfen.


Die Fachbibliotheken sind ihrer Größe nach sehr verschieden. Mehr als die Hälfte aller Bände steht in nur 11 Fachbibliotheken.

Geschichte der Universitätsbibliothek

Die Universitätsbibliothek wurde 1665 gleichzeitig mit der Universität eingerichtet. Als Gründungsbestand erhielt sie durch Verfügung des Gottorfer Herzogs Christian Albrecht die Handschriften und Drucke des um 1566 aufgelösten Augustinerchorherren-Stiftes in Bordesholm, die noch heute den ältesten Bestand ausmachen. Im ersten Jahrhundert ihres Bestehens wuchs die Bibliothek nur langsam (1768: ca. 6.000 Bände). Mit rund 40.000 Bänden zählte sie Ende des 18. Jahrhunderts aber bereits zu den bedeutenderen Bibliotheken Deutschlands.

1884 erhielt die Universität zum ersten Mal ein Gebäude, das ausschließlich Bibliothekszwecken diente (Alte Universitätsbibliothek, Brunswiker Str. 2). Es wurde 1907 durch einen Anbau erweitert, der jedoch am 29. April 1942 durch Bombenangriff zerstört wurde. Dabei wurde der Buchbestand, der bis zum Zweiten Weltkrieg auf mehr als 500.000 Bände angewachsen war, zur Hälfte vernichtet.

Nach dem Krieg wurde die Universität mit Ausnahme des Klinikums vom Schloßgarten auf das Gelände an der Olshausenstraße verlegt. Die Universitätsbibliothek erhielt dort 1966 einen Neubau. In der Alten Universitätsbibliothek blieb die Medizinische Abteilung zurück. Das neue Gebäude Westring/Olshausenstraße erwies sich aber bald als zu klein, so daß 1987 als weitere Zweigstelle die Naturwissenschaftliche Abteilung am Heinrich-Hecht-Platz eingerichtet werden mußte. Im Neubau an der Leibnizstraße, der im April 2001 in Betrieb genommen wurde, konnten die naturwissenschaftlichen Bestände wieder mit den übrigen zusammengeführt werden.

Seither bestehen neben dem Hauptgebäude in der Leibnizstraße noch die Medizinische Abteilung im Breiten Weg für das Universitätsklinikum und die Ingenieurwissenschaftliche Abteilung im Gebäude der Technischen Fakultät auf dem Ostufer in der Kaiserstraße.

Die Fachbibliotheken entwickelten sich seit Ausgang des 19. Jahrhunderts mit der Gründung von Seminaren und Instituten. Die Zahl der Institutsbibliotheken und deren Größe nahm schnell zu. Durch das Landeshochschulgesetz von 1973 wurde die Zentrale Einrichtung Universitätsbibliothek geschaffen. Seither gehören die Fachbibliotheken nicht mehr den Instituten und Seminaren an, sondern sind Teile der Universitätsbibliothek.