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Startseite Wir über uns Dokumente zur Bibliotheksverwaltung Protokolle Kurzfassung des Protokolls der 61. Sitzung des Leitungsgremiums am 15.06.2007

Kurzfassung des Protokolls der 61. Sitzung des Leitungsgremiums am 15.06.2007

TOP 1 Genehmigung der Tagesordnung

Die Tagesordnung wird einstimmig genehmigt.

TOP 2 Genehmigung des Protokolls der letzten Sitzung am 24.11.2006

Das Protokoll der letzten Sitzung wird einstimmig genehmigt.

TOP 3 Zusammenschluss der Fachbibliothek am Archäologischen Institut und der Fachbibliothek am Institut für Klassische Altertumskunde

Der Zusammenschluss wird einstimmig genehmigt.

TOP 4 Aktualisierung der Benutzungsordnung für die Fachbibliothek am Institut für Klassische Altertumskunde

Mit wenigen formalen Änderungen wird die aktualisierte Benutzungsordnung einstimmig genehmigt.

TOP 5 Bestellung von Leiterinnen/Leitern von Fachbibliotheken

Es werden einstimmig bestellt:

- für die Leitung der Fachbibliothek Germanistik (Sprache / Literatur / Medien)
Herr Prof. Dr. Albert Meier,

- für die stellvertretende Leitung ebenda Herr Prof. Dr. Michael Elmentaler.

TOP 6 Jahresbericht der Universitätsbibliothek für das Jahr 2006

Da die Haushaltsmittel seit Jahren nicht erhöht wurden, gewinnen Fördermittel aus verschiedenen Quellen immer mehr an Bedeutung (s. TOP 7). Daher äußert Frau Wischermann die Hoffnung, dass sowohl die universitären Sondermittel, das Förderprogramm für die Hochschulbibliotheken des Landes Schleswig-Holstein (FöBib) als auch die Bereitstellung von Mitteln aus dem Cluster of Excellence „The Future Ocean“ fortgeführt werden. Der Kanzler wird sich dafür einsetzen, dass die universitären Sondermittel für die buchwissenschaftlichen Fachbibliotheken auch in den kommen-den Jahren zur Verfügung stehen werden.

Aus den FöBib-Mitteln konnte der Fortgang der Retrokatalogisierung der Fachbibliothekskataloge vorangetrieben werden; auch konnten wieder Datenbanklizenzen und Buchrestaurierungen finanziert werden. Mehr hierzu unter TOP 7.2.

Grosse Probleme ergeben sich nach wie vor durch die erheblichen Preissteigerungen der Zeitschriften. Gab es in der Vergangenheit „nur“ den Zwang festzustellen, welches Druckabonnement nach Abstimmung in der Universität gekündigt werden sollte, wird diese Handlungsmöglichkeit zunehmend dadurch beschnitten, dass die großen Verlage den Zugang zu elektronischen Zeitschriftenpaketen nur gekoppelt an die gehaltenen Abonnements mit geringer Abbestellquote anbieten. Mehr hierzu unter TOP 7.1.

Als Serviceerweiterungen werden für 2006 hervorgehoben: die Möglichkeit der Einrichtung elektronischer Semesterapparate, die Umstellung des Versands aller Benachrichtigungen und die Erweiterung der Auskunftsmöglichkeiten auf E-Mail und das neue Schulungsprogramm zur Vermittlung von Informationskompetenz KIEBIZ.

Bei der Benutzung ist ein weiterer leichter Anstieg der aktiven Benutzer und der Entleihungen festzustellen. Der Fernleihtransport wurde vom Bücherauto auf den Containerdienst der Post umgestellt, mit dem Erfolg der Beschleunigung und Verbilligung.

Die DFG-Mittel für das Sondersammelgebiet Skandinavistik wurden im Berichtsjahr auf 92.500 € erhöht.

Zur Bestandserhaltung gegen Säurezerfall wurde einem an das Land gestellten Antrag über 35.000 € für einen Teil der Bücher des Sondersammelgebiets nicht stattgegeben. Daher wurde dieses Projekt bei der neuen Fundraising-Stelle der Universität als förderungswürdig benannt.

TOP 7 Bibliothekarische Förderprogramme

7.1 Elektronische Literaturversorgung durch DFG-finanzierte Nationallizenzen

Neu im Programm der DFG-Förderung ist der Einschluss von laufenden Zeitschriften einiger Verlage und Gesellschaften. Anders als bei den bisherigen Nationallizenzen verlangt die DFG hier jedoch eine Eigenbeteiligung in der Form, dass sich die nutzenden Bibliotheken verpflichten, ihre 2007 gehaltenen Abonnements im Förderzeitraum von drei Jahren nicht abzubestellen. Bei drei wissenschaftlichen Gesellschaften sind nur die jeweiligen Fächer (Physik und Chemie) betroffen und können über die Teilnahme entscheiden. In den anderen Fällen haben die Zeitschriften ein grosses finanzielles Volumen und streuen über zahlreiche Fachbibliotheken, so dass sich die Universitätsbibliothek nicht mehr in der Lage sieht, eine weitere Einengung des Handlungsspielraums bei der Abonnementssteuerung einzugehen.

Zur Stärkung der Zusammenarbeit zwischen den Fachbibliotheken und der Zentralbibliothek, insbesondere im Hinblick auf elektronische Angebote, wird eine Ergänzung der Richtlinien für die Erwerbungsabstimmung einstimmig verabschiedet (s. Anlage).

7.2 Förderprogramm für die Hochschulbibliotheken des Landes 2007-2009

Die Durchführung der Retrokatalogisierungsmaßnahme für Fachbibliotheken wird Ende 2007 ca. zu Hälfte erledigt sein. Aus dem FöBib-Programm stehen noch Zusagen für andere Anträge für 2007 aus und für 2008 müssen bis Oktober erneut Anträge eingereicht werden.

7.3 Universitäre Sondermittel für die buchwissenschaftlichen Fachbibliotheken

Die von Frau Wischermann vorgenommene Verteilung (Aufstellung liegt vor) der bislang freigegebenen 200.000 € auf die buchwissenschaftlichen Fachbibliotheken für das Jahr 2007 ist von den Dekanen ohne Änderungen akzeptiert worden. Der Kanzler stellt in Aussicht, dass zum 1.8. weitere 100.000 € entsperrt werden. Das Leitungsgremium beschließt, dass hiervon 20.000 € für eine erste Tranche der Buchentsäuerung des Bestands des Sondersammelgebiets Skandinavien verwendet werden sollen und dass in den Folgejahren ebenso verfahren werden soll.

TOP 8 Mitteilungen und Berichte

8.1 Universitätsbibliographie

Eine Umfrage des Rektorats in den Fakultäten zur Teilnahmebereitschaft an der Erstellung einer Universitätsbibliographie hat mehrheitlich kein Interesse ergeben.

8.2 Novelle des Urheberrechtsgesetzes

Die 2. Lesung im Bundestag hat noch nicht stattgefunden. Es zeichnet sich jedoch ab, dass sich der elektronische Direktversand verschlechtern wird, da dieser von den Bibliotheken in dem Fall nicht mehr geboten werden darf, wenn ein Verlag ein eigenes „angemessenes“ Angebot macht.

8.3 Einführung des Dokumentlieferdienstes „subito“ (statt GBVdirekt)

Trotz der zu erwartenden Einschränkungen (s.o.) wird der Direktlieferdienst der deutschen Bibliotheken weitergeführt werden. Daher ist die Universitätsbibliothek der Auflage der DFG gefolgt und zum 1.6. vom Dienst GBVdirekt auf Subito umgestiegen.

8.4 Open-Access-Empfehlung der Universität

Die DFG und wissenschaftliche Gesellschaften unterstützen vermehrt die Bestrebung, dass die wissenschaftlichen Arbeiten, die von Angehörigen öffentlicher Einrichtungen produziert werden, wenn nicht von der eigenen Einrichtung so doch mit dem Recht auf Bereitstellung für freien Zugang veröffentlicht werden. Frau Wischermann bittet darum, dieses Vorgehen in den Fakultäten zu propagieren und die Universitätsleitung zu einer Stellungnahme oder sogar Empfehlung für Open Access-Publikationen zu bewegen; s.a .

8.5 Bauangelegenheiten

Für die Medizinische Abteilung soll bis Ende Juni ein Sanierungsplan vorliegen, der eine deutliche Verminderung der bislang angesetzten Kosten ermöglichen soll.

TOP 9 Sonstiges

- Der Kanzler berichtet, dass die Universität einen Masterplan für die genutzten Flächen erstellen soll, mit der Auflage 30.000 qm einzusparen. Der Vorschlag des Ministeriums lautet, dies auch durch Verkleinerung der Flächen für Fachbibliotheken zu erzielen. Dieses Ziel wäre nur erreichbar, wenn Fachbibliotheken geschlossen würden. Von Seiten der Wissenschaftler wird betont, dass die Nähe der Bibliothek zum Arbeitsplatz entscheidend für effektives Arbeiten und dieses Biblio-thekssystem bei der Bachelor-Akkreditierung ein wichtiger Faktor gewesen sei. Das Leitungsgremium fordert einstimmig die Universität auf, die Fortführung des Bibliothekssystems in der jetzigen Form für unverzichtbar zu bestimmen.

- Frau Wischermann berichtet von der Fertigstellung des neuen Bibliotheksentwicklungsplans 2007-2011 für die wissenschaftlichen Bibliotheken des Landes, in dem 17 Empfehlungen gegeben werden. Er soll demnächst der Landesregierung und den Ministerien übergeben werden.

TOP 10 Termin der nächsten Sitzung

Als nächster Sitzungstermin wird Freitag, der 9.11.2007, 14 Uhr c.t. festgelegt.

Anlage zum Protokoll :

Beschluss des Leitungsgremiums der Universitätsbibliothek
auf seiner Sitzung am 15.6.2007

Die Richtlinien der Erwerbungsabstimmung in der Universitätsbibliothek Kiel vom 25.5.1976 einschließlich des Nachtrags vom 8.10.1997 werden mit Hinblick auf die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (mit)finanzierten Nationallizenzen in Er-innerung gerufen und unter Einschluss der elektronischen Medien ergänzt:

1. Abonnements von elektronischen Medien (Zeitschriften, Datenbanken u.ä.) sowie deren Abbestellungen, gleichgültig ob sie mit einer campusweiten Lizenz oder einer eingeschränkten Nutzungslizenz abgeschlossen werden, bedürfen wie bisher bei gedruckten Medien stets der Absprache zwischen der Zentralbibliothek und den Fachbibliotheken.

2. In der Regel erfolgt die Verhandlungsführung und der Vertragsabschluß, insbe-sondere bei fach- und fakultätsübergreifenden oder campusweiten Lizenzen sowie bei konsortial geschlossenen Lizenzverträgen (auf regionaler oder nationaler Ebene) durch die Zentralbibliothek, die damit auch die Verantwortung für die Einhaltung der vertraglichen Bestimmungen übernimmt.

3. Abbestellungen von Zeitschriften aus Zeitschriftenpaketen, für die eine Nationallizenz, eine Campuslizenz o.ä. abgeschlossen wird und für die als Teilnahmebedingung eine Garantie über die Aufrechterhaltung der bestehenden Druckabonnements der Universitätsbibliothek (Zentralbibliothek und Fachbibliotheken, ggf. inkl. Universitätsklinikum) für einen festgelegten Zeitraum gegeben werden muss, dürfen nur im Einvernehmen mit der Zentralbibliothek vorgenommen werden, die die Einhaltung der vertraglich festgelegten Abbestellquoten überwacht und deren Ausnutzung koordiniert. Nur so kann sichergestellt werden, dass die Nutznießung der jeweiligen Lizenz durch die gesamte Christian-Albrechts-Universität oder für die lizenzrechtlich betroffenen Einrichtungen bestehen bleibt.

Wenn weitere National- oder Campuslizenzen durch die Zentralbibliothek abgeschlossen werden sollen, werden alle betroffenen Fachbibliotheken in den Entscheidungsprozess einbezogen.

4. Können aus schwerwiegenden Gründen Abonnements nicht weitergeführt werden, so dass damit die Bedingungen des durch die Zentralbibliothek geschlossenen Lizenzvertrages von ihr nicht eingehalten und die Ausfallkosten von der Zentralbibliothek nicht übernommen werden können, ist für die Entscheidung der Kanzler einzuschalten.