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Richtlinien der Erwerbungsabstimmung in der Universitätsbibliothek Kiel

A.

B.
C.
Erwerbungsabstimmung in der Universitätsbibliothek Kiel.
Merkblatt für die Fachbibliotheken (25.5.1976)
Erste Ergänzung (8.10.1997)
Zweite Ergänzung (15.6.2007)



A. Erwerbungsabstimmung in der Universitätsbibliothek Kiel. Merkblatt für die Fachbibliotheken

Dieses Merkblatt beruht auf den Beschlüssen des Leitungsgremiums der Universitätsbibliothek vom 9. Februar 1976. Die Maßnahmen zur Erwerbungskoordination in der Universitätsbibliothek beschränken nicht das Recht der einzelnen Fachbibliotheken auf Entscheidung über Neuzugang, sondern dienen lediglich dazu, den Bestandsaufbau zwischen den einzelnen Bereichen abzustimmen.

1. Für Neubestellung und Abbestellung von Zeitschriften und Serien gilt in allen Fällen:
Bevor Lieferaufträge oder Abbestellungen an einen Buchhändler geleitet werden, müssen die Fachreferenten der Zentralbibliothek unterrichtet werden, damit Gelegenheit besteht, den Neukauf oder die Abbestellung innerhalb der Universitätsbibliothek abzustimmen.
Umgekehrt meldet die Zentralbibliothek bei der jeweils zuständigen Fachbibliothek an, wenn geplant ist, eine Zeitschrift in der Zentralbibliothek neu zu bestellen oder abzubestellen.
Erst wenn der jeweilige Partner unterrichtet worden ist und Gelegenheit erhalten hat, seine Auffassung zu der geplanten Neubestellung oder Abbestellung darzulegen, kann ein Auftrag an den Lieferanten erteilt werden.

2. Dieselbe Regelung gilt in allen Fällen auch für besonders teure Einzelwerke.
Als besonders teuer gelten in den Fächern der Fachbereiche Theologie, Rechtswissenschaften, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Philosophie (außer Kunst, Archäologie, Ur- und Frühgeschichte) und Agrarwissenschaften solche Einzelwerke, die mehr als 125,- Euro kosten, und in den übrigen Fächern (Medizin, Naturwissenschaften, Kunst, Archäologie, Ur- und Frühgeschichte) Einzelwerke, deren Kaufpreis 200,- Euro überschreitet.
Eilige Antiquariatskäufe sind von der vorherigen Konsultationspflicht ausgenommen.

3. Der Kauf von Einzelwerken mit Preisen unterhalb der genannten Grenzen
bedarf ebenfalls einer Koordination. Dafür sind je nach Sachlage folgende Verfahren vorgesehen:

  1. Soweit in den Fachbibliotheken Kaufbesprechungen stattfinden, an denen regelmäßig ein Fachreferent der Zentralbibliothek teilnimmt, ist eine optimale Abstimmung der Erwerbung zwischen Fachbibliothek und Zentralbibliothek möglich. Es sind keine weiteren Vorkehrungen nötig.
  2. In manchen Fällen bestehen zwischen der Fachbibliothek einerseits und der Zentralbibliothek andererseits klare, genau umrissene Absprachen über die Abgrenzung der Erwerbungstätigkeit ("Erwerbungsprofile"). In diesen Fällen ist eine unerwünschte Überschneidung im Regelfall ebenfalls nicht zu befürchten, so daß gleichfalls auf weitere Vorkehrungen verzichtet werden kann.
  3. Soweit Regelungen nach 1. und 2. nicht bestehen oder nicht durchführbar sind, ist eine möglichst frühzeitige gegenseitige Information über die Bestellungen einer Bibliothek notwendig, damit die Zahl der unerwünschten Doppelkäufe so klein wie möglich gehalten werden kann.
    Zu diesem Zweck werden die Durchschläge der Bestellaufträge an die Lieferanten gleichzeitig an die jeweiligen Partner innerhalb der Universitätsbibliothek geschickt (d.h. von den Fachbibliotheken an die Fachreferenten der Zentralbibliothek und umgekehrt).
    Im Bedarfsfall können zur Erleichterung der praktischen Arbeit von der Zentralbibliothek normierte, durchschreibende Bestellzettel bezogen werden.


Dr. Günther Wiegand
Direktor der Universitätsbibliothek
Kiel, den 25. Mai 1976

B. Erste Ergänzung (8.10.1997), Dr. Günther Wiegand

Die mehr als 20 Jahre alte Regelung zur Erwerbungsabstimmung gilt noch immer. Weil die finanziellen Mittel seither knapper geworden sind, ist die Abstimmung über Neuerwerbungen und Abbestellungen Ende der 90er Jahre noch wichtiger als damals. Hinsichtlich der praktischen Verfahren ist 3c) inzwischen weitgehend überholt. Das automatisierte Erwerbungssystem, das in der Zentralbibliothek seit Januar 1997 eingeführt ist und von allen größeren Fachbibliotheken 1998 übernommen wird, läßt beim Bestellvorgang alle bisher schon getätigten Bestellungen sichtbar werden, so daß unnötige Mehrfachbeschaffungen ohne weiteres vermeidbar sind.

Dr. Günther Wiegand
8. Oktober 1997

C. Zweite Ergänzung (15.6.2007), Dr. Else M. Wischermann

Ergänzung der Erwerbungsrichtlinien der Universitätsbibliothek
gemäß Beschluss des Leitungsgremiums der Universitätsbibliothek
auf seiner Sitzung am 15.6.2007

Die Richtlinien der Erwerbungsabstimmung in der Universitätsbibliothek Kiel vom 25.5.1976 einschließlich des Nachtrags vom 8.10.1997 werden mit Hinblick auf die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (mit)finanzierten Nationallizenzen in Erinnerung gerufen und unter Einschluss der elektronischen Medien ergänzt:

  1. Abonnements von elektronischen Medien (Zeitschriften, Datenbanken u.ä.) sowie deren Abbestellungen, gleichgültig ob sie mit einer campusweiten Lizenz oder einer eingeschränkten Nutzungslizenz abgeschlossen werden, bedürfen wie bisher bei gedruckten Medien stets der Absprache zwischen der Zentralbibliothek und den Fachbibliotheken.
  2. In der Regel erfolgt die Verhandlungsführung und der Vertragsabschluss, insbesondere bei fach- und fakultätsübergreifenden oder campusweiten Lizenzen sowie bei konsortial geschlossenen Lizenzverträgen (auf regionaler oder nationaler Ebene) durch die Zentralbibliothek, die damit auch die Verantwortung für die Einhaltung der vertraglichen Bestimmungen übernimmt.
  3. Abbestellungen von Zeitschriften aus Zeitschriftenpaketen, für die eine Nationallizenz, eine Campuslizenz o.ä. abgeschlossen wird und für die als Teilnahmebedingung eine Garantie über die Aufrechterhaltung der bestehenden Druckabonnements der Universitätsbibliothek (Zentralbibliothek und Fachbibliotheken, ggf. inkl. Universitätsklinikum) für einen festgelegten Zeitraum gegeben werden muss, dürfen nur im Einvernehmen mit der Zentralbibliothek vorgenommen werden, die die Einhaltung der vertraglich festgelegten Abbestellquoten überwacht und deren Ausnutzung koordiniert. Nur so kann sichergestellt werden, dass die Nutznießung der jeweiligen Lizenz durch die gesamte Christian-Albrechts-Universität oder für die lizenzrechtlich betroffenen Einrichtungen bestehen bleibt.
    Wenn weitere National- oder Campuslizenzen durch die Zentralbibliothek abgeschlossen werden sollen, werden alle betroffenen Fachbibliotheken in den Entscheidungsprozess einbezogen.
  4. Können aus schwerwiegenden Gründen Abonnements nicht weitergeführt werden, so dass damit die Bedingungen des durch die Zentralbibliothek geschlossenen Lizenzvertrages von ihr nicht eingehalten und die Ausfallkosten von der Zentralbibliothek nicht übernommen werden können, ist für die Entscheidung der Kanzler einzuschalten.