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Startseite Ausstellungen Malverwandtschaften. Vier Generationen der Künstlerfamilie Borchert - Riga, Berlin, Kiel

MALerVERWANDTSCHAFTEN. Vier Generationen der Künstlerfamilie Borchert - Riga, Berlin, Kiel

Ausstellungszeit

Presse 
29.10.2010 - 20.01.2011
 
 

plakat3.jpg"Selten sind sie geworden, die familiären Künstlergemeinschaften, wo jeder vom anderen lernt und profitiert und seine künstlerische Erfahrung mit einer Portion großmütiger Menschlichkeit an seine Studenten und Schüler weiterzugeben weiß. Unterdessen ist es die vierte Generation der Familie Borchert, die diese Tradition fortsetzt. So wie die Großeltern in Riga und Moskau und ihr Sohn in Berlin als Professoren unterrichteten, dessen beide Töchter ihre Schüler in Berlin bzw. bei Kiel in ihren Ateliers ausbilden, ist es nun schon die Urenkelin, die wiederum in Berlin an die Hochschule berufen wurde. Doch die Borcherts waren und sind nicht nur Pädagogen, sondern alle selbst freischaffende Künstler. Was sie eint, ist die Herkunft aus dem analytischen Sehen und Zeichnen, was sie unterscheidet, ist der je eigene und unverwechselbare Stil. Die Ausstellung dokumentiert sowohl eine der jeweiligen Zeit entsprechende Abfolge der künstlerischen Positionen als auch die Brandbreite im Schaffen der gesamten Künstlerfamilie." (Dr. Adelheid Krause-Pichler, Berlin) "

Nach der Schau im Nationalen Kunstmuseum Lettlands und im Schwarzhäupterhaus im Sommer 2010 in Riga zeigt die Kieler Ausstellung eine neu kuratierte und etwas reduzierte Auswahl des künstlerischen Schaffens von jedem Künstler der Familie: Werke der Großeltern Bernhard Christian Carl Borchert (1862-1945) und seiner Frau Eva-Margarete (1878-1964), ihres Sohnes Bernhard Wilhelm Borchert (1910-1971),  dessen Töchter Brigitta und Uliane (geb. 1940 und 1943) und seiner Enkelinnen Eva Caroline Scheide (geb. 1967) und Katja Borchert (geb. 1966). Brigitta Borchert lebt seit 1972 in Molfsee bei Kiel und ist u.a. Mitglied der "Norddeutschen Realisten", sie hat die Ausstellung in die Universitätsbibliothek geholt.

Eröffnung mit Buchpräsentation am 28. 10. 2010, um 18 Uhr

Ausstellungsprojekt: Dr. Klára Erdei

Begleitbücher zur Ausstellung:

Eva-Margarete Borchert: Mara : eine Malerin zwischen Riga, Paris, Moskau, München und Berlin. Hrsg. von Brigitta Borchert. - Husum: Husum Druck- und Verlagsges., 2010. - 192 S. : Ill. ISBN  - 978-3-89876-505-3. 9,95 €

oma.jpg"Sie ist schön, eigensinnig, fleißig und begabt: Eva-Margarete Borchert geb. Schweinfurth (1878-1964), genannt "Mara", reist 1896 nach dem Kunststudium aus Riga ganz allein nach Paris, um dort ihre Studien zu vervollständigen. Anfangs kopiert sie im Louvre alte Meister, studiert später u. a. als eine der ersten Frauen nach deren Zulassung 1897 an der École des Beaux-Arts. Zurück in Riga bekommt sie einen Lehrauftrag an der dortigen Akademie. Sie besucht die Ateliers von Picasso, Matisse, Anders Zorn und Carl Larsson und begegnet Beckmann und Liebermann. In ihren Erinnerungen entfaltet sich ein lebendiges Bild ihrer Kindheit und Jugend in Riga, von ihrem Leben in Paris, der Italienreise, Hungersnot in Moskau, der Zeit in Berlin und zwei Weltkriegen bis zu ihrer Flucht ins Allgäu 1945. Die Lebenserinnerungen dieser früh emanzipierten Frau, die lange ihre ganze Familie mit ihrer Kunst ernährte, sind eine Zeitreise durch Entwurzelungen, Entbehrungen, Neuanfänge - und ein beeindruckendes Selbstzeugnis einer Malerin, Deutsch-Baltin und Europäerin." Sie hat ihre Aufzeichnungen ihrer Enkelin, der Kieler Malerin Brigitta Borchert, gewidmet, die das Buch jetzt mit einem persönlichen Nachwort veröffentlichte.

Katalog der Ausstellung "Vier Generationen der deutsch-baltischen Künstlerfamilie Borchert" im Nationalen Kunstmuseum Lettlands und im Schwarzhäupterhaus in Riga 2010. 3 €