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Liebe Grüße aus Moskau

Eine Ausstellung des Zentrums für Osteuropa-Studien der CAU Kiel

 

 Ausstellungszeit 

 
vom 10.10.2011 bis 20.11.2011Presse

 
moskau1.jpgLiebe Grüße aus Moskau – das Motto der Ausstellung im Foyer der Kieler Universitätsbibliothek vom 10.10.2011 bis 13.11.2011 ist treffend und irreführend zugleich: Es spielt auf den James Bond-Streifen „Liebesgrüße aus Moskau“ aus dem Jahr 1963 an, wobei der englische Originaltitel „From Russia with Love“ eigentlich passender gewesen wäre: Die ausgestellten Postkarten zeigen nämlich nicht nur Motive aus Moskau, sondern aus dem gesamten Zarenreich um 1900, vom westlichen Teil bis hin nach Sibirien. Dass das Zarenreich ein Vielvölkerstaat war, wird dem Betrachter schnell klar: Der Zar und seine Paläste sind ebenso wie Tataren oder nomadische Stämme aus Turkestan, die in Jurten lebten, auf den Postkarten als Motive zu sehen.

Mit Hilfe der Postkarten kann der Besucher der Ausstellung nun eine Reise durch das Zarenreich mit all seinen Gegensätzen machen - reich und arm, griechisch-orthodox und moslemisch, Russe und Kasache oder Tatare.

Der russischstämmigen Familie Radzievsky und ihrer Sammelleidenschaft ist die Vielfalt der Exponate zu verdanken: In den 1980er Jahren kaufte Vera Radzievsky zahlreiche alte Postkarten in Moskau auf und schickte sie an ihren in Paris lebenden Sohn Pawel mit dem Ziel, daraus eine Ausstellung zu entwickeln. Die Ausstellung selbst hat, ähnlich wie die Postkarten, einen weiten Weg von Basel über Astano in der Schweiz bis nach Kiel hinter sich gebracht

Denjenigen, die im Zeitalter von Internet, Facebook und Co. fragen, wieso man sich alte Postkarten aus Russland ansehen soll, sei gesagt, dass in der Zeit um 1900, aus welcher die Postkarten stammen, eben diese Exponate die einfachste, aber auch modernste Form von Kommunikation und Bildübermittelung darstellten: Postkarten mit Bildmotiven wurden seit 1896 produziert, waren zu einem relativ geringen Preis erhältlich, und ihre Bilder machten längere Städte- oder Landschafts­beschreibungen überflüssig – so weisen Postkarten durchaus typische Merkmale eines Massenmediums auf.

Das Zentrum für Osteuropäischen Studien der CAU zu Kiel lädt Studierende sowie Interessent/inen ein, mit der Ausstellung „Liebe Grüße aus Moskau“ im Foyer der Universitätsbibliothek eine informative und ebenso spannende Entdeckungsreise in das längst untergegangene Zarenreich zu unternehmen.

 

Ein kleiner Tipp: Bei der Eröffnung (Montag, den 10.10.2011, 18:00 Uhr) werden Spezialitäten aus Russland in fester und flüssiger Form gereicht…

Ausstellungskonzept: Anna Knorr, Sandra Kohla, Katharina Krause, Lars Christian Kühl, Olga Sokolinskaya, Julia Behla (Praktikantinnen und Praktikanten des Zentrums für Osteuropastudien), Marina Ivanova (Zentrum für Osteuropastudien), Prof. Dr. Michael Düring

Mit einer Kunstaktion des Moskauer Künstlers Vladimir Sitnikov: "Liebesgrüße aus Moskau"

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Die Kunstaktion wurde 2008 zur Museumsnacht in der Kieler Kunsthalle präsentiert.