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Hommage à Péter Esterházy

 

Ausstellungszeit
 
08.09.-08.10.2016Presse

 

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Péter Esterházy war einer der größten ungarischen Schriftsteller, eine Kultfigur der „postmodernen Generation“, die einen Paradigmenwechsel der ungarischen Literatur bewirkte. 

Er war ein „Konstruktor und Dekonstruktor“, ein Magier der Sprache, ein Meister der Ironie … und zugleich ein ernsthafter Spaßmacher, ein Moralist. Sein Thema war die komplizierte, von Brüchen geprägte Geschichte Mittelosteuropas, in der sich stets irgendwie seine eigene Geschichte und die seiner Familie spiegelt. Die Teile der Welt waren ihm wie Teile in einem Kaleidoskop, und er hat sie immer wieder neu geschüttelt auf der Suche nach Mustern. Kein Stein blieb auf dem anderen, längst vergangene Jahrhunderte schoben sich in die Gegenwart, "Gasttexte" verwoben sich mit den Eigenen, wenn der Autor sein Spiel mit Zitaten und Allusionen getrieben, wenn sich Wittgenstein auf Thomas Mann gereimt hat.

In den Werken Esterházys spielte die deutsche Literatur eine besondere Rolle. Von seinen mehr als 30 Büchern sind 24 auch in deutscher Übersetzung erschienen, er ist der meistgedruckte ungarische Autor im deutschen Sprachraum.

Die Universitätsbibliothek besitzt eine kleine aber repräsentative Sammlung der ungarischen Literatur in deutscher Übersetzung.  Die ersten fünf Vitrinen zeigen davon die Werke von Péter Esterházy. In den anderen Vitrinen findet sich eine Auswahl der ungarischen Literatur: Bücher  des Nobelpreisträgers Imre Kertész, Sándor Márai, der Schriftsteller aus dem Kreis der Zeitschrift Nyugat (Antal Szerb, Dezsö Kosztolányi, Gyula  Krúdy, Ernö Szép etc.) und weiterer Autoren zwischen den zwei Weltkriegen (Zsigmond Móricz, Guyla Illyés, László Németh,  Miklós Bánffy etc.) aber auch zeitgenössischer Autoren (Péter  Nádas, László Krasznahorkai, György Konrád etc.). 
 

Bücher von Péter Esterházy in der UB Kiel

Eröffnungsrede zur Frankfurter Buchmesse 1999

Friedenspreis des deutschen Buchhandels 2004

 

Ausstellungskonzept: Dr. Klára Erdei (Fachreferentin u.a. für Finnougristik), Plakat: Vladimir Sitnikov

 

Péter Esterházy im Literaturhaus Kiel 2015literaturhaus.jpg

 Terézia Mora: Wenn Unsterbliche sterben

David HugendicK: Diese Heiterkeit, diese Zweifel