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Johann Christian Fabricius - Naturforschung im 18. Jahrhundert

Ausstellung des Verbandes Biologie, Biowissenschaften & Biomedizin in Deutschland und des Botanischen Gartens der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel in der Universitätsbibliothek Kiel

Ausstellungszeit

 
vom 22.10.2008 bis 22.12.2008 Presse

 

fabricius.jpgJohann Christian Fabricius, Kieler Biologe von Weltruf, starb vor 200 Jahren. Er revolutionierte, als Schüler Carl von Linnés, das System der Insekten. Er war einer der wenigen, vielreisenden Naturforscher seiner Zeit mit Beziehungen nach London, Paris, Petersburg, Wien und Kopenhagen. Seine Bekanntschaften und die Sammlungen, die er auswerten konnte, umfassen alles Bedeutende des 18. und beginnenden 19. Jahrhunderts.
Mit Sir Joseph Banks, Daniel Solander, Georg Forster, Alexander von Humboldt, Joseph de Jussieu oder Georges Cuvier pflegte er Umgang.
Trotz für ihn widriger Arbeitsumstände gab er dem Bitten und Drängen seiner Studenten, Kiel nicht zu verlassen, nach und blieb Professor für Ökonomie, Natur- und Kameralwissenschaften. Er war ein Freigeist, beliebter Reiseschriftsteller und dachte schon im 18. Jahrhundert über Evolution nach.

Fabricius beschrieb über 10.000 neue Insektenarten und veröffentlichte ausserdem Polizeischriften, wirtschaftswissenschaftliche Abhandlungen und epochemachende entomologische Werke.

Naturkunde, besonders die Beschäftigung mit Pflanzen und Insekten, war ihm seit seiner Jugend ein inneres Bedürfnis. Immer wünschte er sich einen Forschungsgarten. Er legte den Grundtsock für bedeutende Sammlungen im Universitätsherbarium Kiel und zur blühenden Entomologie an der Christiana Albertina.

VBio und Botanischer Garten widmen ihm diese Jubiläumsausstellung – und würdigen einen der großen Naturforscher von der Kieler Förde.


Ausstellungskonzept: Dr. Martin Nickol, M.A., FLS, Kustos des Botanischen Gartens

Führung zur Ausstellung:
Am 24. Oktober, um 15 Uhr führt Dr. Martin Nickol durch die Ausstellung.

"Das Wunder des Lebens: Glanzlichter der Naturforschung"
Lesung zur Ausstellung im Rahmen des Bundesweiten Vorlesetages von Dr. Martin Nickol am 20. November, 19 Uhr im Multifunktionsraum der Universitätsbibliothek.