Christian-Albrechts-Universität zu Kiel Universitätsbibliothek


Logo der UB
Benutzerspezifische Werkzeuge
Startseite Ausstellungen Carsten Niebuhr im „glücklichen Arabien" - Reisen im Zeichen der Aufklärung

Carsten Niebuhr im „glücklichen Arabien" - Reisen im Zeichen der Aufklärung

 

Ausstellungszeit

 
11.05. - 01.10.2017Presse

 

 

 

 

niebuhr1.jpgWissenschaftliche Expeditionen in den Vorderen Orient wurden vor allem durch die europäische Aufklärung möglich, die sich um eine systematische Sammlung von Wissen über Kulturen sowie Flora und Fauna Vorderasiens bemühte. Das erste bedeutende Beispiel für eine aus rein wissenschaftlichen Gründen durchgeführte Forschungsreise ist die vom Dänischen König Friedrich V. finanzierte Unternehmung, die als „Arabische Reise“ bezeichnet wird.

 

Mit Carsten Niebuhr überlebte nur einer von sechs Teilnehmern die von 1761 bis 1767 dauernde Reise. Niebuhrs spezifische Art und Weise, mit den Einheimischen in einen Dialog zu treten, sich in Kleidung, Ernährung und Verhalten den einheimischen Traditionen anzupassen, verschaffte ihm zugleich das Prädikat „erster moderner Forschungsreisender“. Man beobachtet bei ihm eine vorbehaltslose und vorurteilsfreie Einstellung gegenüber Fremden. Zugleich erkennt man ein Bemühen, nicht vorschnell Erklärungen zu suchen für Dinge, die noch des gründlichen Beschreibens, der exakten Vermessung oder des genauen Abzeichnens bedürfen.

 

Die bedeutendsten Ergebnisse seiner Arbeit sind auf dem Gebiet der Kartografie und der Abschrift von Keilinschriften der Ruinen in Persepolis zu sehen. Hier setzte Niebuhr für lange Zeit Maßstäbe.

 

Es verwundert nicht, dass Carsten Niebuhr und die „Arabische Reise“ bis heute eine breitere Öffentlichkeit erreicht, da die Abkehr von Eurozentrismus und Orientalismus, die in einer immer stärker zusammenwachsenden und vernetzten Welt notwendig erscheint, auf das möglichst urteilsfreie Verhalten Niebuhrs gegenüber anderen Kulturen verweist.

 

Diese Ausstellung bettet Carsten Niebuhr und die „Arabische Reise“ in den Kontext der europäischen Aufklärung und gibt Einblicke in die Welt des „glücklichen Arabien“ aus Sicht eines abenteuerlustigen Norddeutschen. Dazu werden u.a. Exponate der Reise und die von Niebuhr verfasste Reisebeschreibung aus den Beständen der Universitätsbibliothek Kiel ausgestellt mit den dazugehörigen Informationstexten.

 

 

Ausstellungskonzept: Alexandra Belec, Prof. Dr. Martin Krieger, Dr. Martin Nickol

 

Eröffnung: 11. Mai 2017, um 19 Uhr

 

Grußworte: Dr. Kerstin Helmkamp, Direktorin der Universitätsbibliothek

Einführung in die Ausstellung:

Alexandra Belec, M.A., Wiss. Mitarbeiterin des Historisches Seminar der CAU

Prof. Dr. Martin Krieger, Direktor der Professur für Geschichte Nordeuropas des Historischen Seminars der CAU

Dr. Martin Nickol, Gartenkustos/Stellvertr. Direktor, Botanischer Garten der CAU

Vortragsreihe zu der Ausstellung

vortragsreihe.jpg

 

Ansprechpartnerin
Dr. Klára Erdei
Tel.: 0431/880-2723; Mail: erdei@ub.uni-kiel.de