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Carl von Linné

Tantus amor Florum - Linné-Ausstellung des Verbandes Deutscher Biologen und des Botanischen Gartens der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel in der Universitätsbibliothek Kiel

Ausstellungszeit

 
vom 19.04.2007 bis 18.07.2007 Presse

 

linne.jpg „Alle Liebe den Blumen“, das ist nur eines der Motti des „Fürstes der Botaniker“, des „Blumenkönigs des Nordens“, gar des „zweiten Adam“, doch dem barocken Genie verdankt die Menschheit – und nicht nur die Biologen – ein umfassendes Ordnungssystem aller Lebewesen, auf dem die Wissenschaft seither fußt.
Zwei wichtige Phänomene verbinden Biologen mit Linnés Namen. Zum einen die Einführung einer Klassifikation, die nicht natürlich, aber höchst brauchbar war und nach der Linné nicht nur die Pflanzen, denen er zeitlebens am meisten zugetan war, sondern auch Tiere, Minerale, Arzneimittel, Krankheiten, seine Kollegen und alle anderen Dinge des Lebens zu ordnen wußte. Dieses System war ein Meilenstein auf dem Weg zur Erfassung der Biodiversität, ist aber noch zu Linnés Lebzeiten durch besser begründete Stammbäume abgelöst worden.
Zum anderen aber hat er die binominale Nomenklatur durchgesetzt, mit Hilfe derer alle Organismen, seien sie so winzig wie Bakterien oder so groß wie ein Mammutbaum, mit jeweils zwei Nomina, der Gattungs- und der Artbezeichnung, benannt sind. Diese Trennung von Namen und eigentlicher Beschreibung war ein gewaltiger Wurf und hat bis heute Bestand, weil sie praktikabel, universell einsetzbar und – bei einigem Bemühen seitens der Biologen – auch eindeutig ist.
Carl von Linné wurde vor 300 Jahren, am 23. Mai 1707, geboren – und dieses Dreihundertjahrjubiläum feiert der Verband Deutscher Biologen, Landesverband Schleswig-Holstein, zusammen mit dem Botanischen Garten der Christian-Albrechts-Universität und dem Universitätsherbarium mit dieser Ausstellung zu Leben, Werk und Wirkung Carl von Linnés. Darin soll Linnés Biographie, seine Bücher und deren Intention, die Rezeptionsgeschichte sowie der lebenswirkliche Bezug seines Tuns deutlich werden. Er ist einer der Großen der Wissenschaftsgeschichte und machte, zu seinem nicht geringen Stolz, schon zu Lebzeiten international Furore. „Carolus Linnaeus – der ‚zweite Adam’ wird 300!“ Lassen Sie sich ein auf ein großes Leben des Barock, dessen Wirken noch immer fortwährt.

Ausstellungskonzept: Dr. Martin Nickol, M.A., FLS, Kustos des Botanischen Gartens

Führung zur Ausstellung

Am 18. Juni, um 16 Uhr führt Dr. Martin Nickol durch die Ausstellung.